Pulverlack für Action-Helden

Auch Action-Helden brauchen einen Schutzschild. Sengende Hitze im australischen Outback, Dauerregen und Frost in Kanada bringen selbst die Giganten des Tagebaus an ihre Grenzen. Doch der Lack hält allen Unbilden des Wetters stand. Das lösemittelfreie Pulver mit einem Festkörperanteil von hundert Prozent ist bei Land- und Baumaschinen der Korrosions- und Wetterschutz der Wahl.

Pulverlack trotzt den Extremen

Nicht nur Baggern, Planierraupen und Muldenkippern steht unser Pulverlack gut. Materialstress herrscht auch, wo man ihn weniger vermutet – im Haushalt, im Büro. Robustheit, Langlebigkeit, Glanz, Charakter: Über derlei Eigenschaften freuen sich auch Käufer von Elektrogeräten oder Designermöbeln. Und weil längst zu Klassikern avanciert, haben es die mit Wörwag-Polyurethanpulver beschichteten Möbel von USM Haller sogar ins New Yorker Museum of Modern Art geschafft.

Bei einem Festkörperanteil von hundert Prozent kommt das Lacksystem ohne Lösemittel aus. Es ist frei von flüchtigen organischen Stoffen (VOC), die strengen gesetzlichen Vorschriften unterliegen. Overspray wird im großtechnischen Einsatz aufgefangen und wiederverwendet, das Pulver somit zu fast hundert Prozent verwertet. Lackpulver lässt sich direkt verarbeiten, Arbeitsschritte wie Aufrühren, Abmischen mit Härter oder Verdünnen entfallen. In nur einem Arbeitsgang werden hohe Schichtdicken erreicht. Gleich nach dem Einbrennen ist das beschichtete Werkstück gebrauchsfertig. Pulverlack erfüllt höchste Ansprüche an mechanische, chemische und Wetterresistenz. Bei Bedarf lässt er sich im Aufbau mit Nasslack kombinieren.

Die Einsatzfelder sind vielfältig. Schwere Land- und Baumaschinen wie diejenigen der Firma Wirtgen schützt unser Pulverlack zuverlässig vor Korrosion durch Wind und Wetter. Effekt- und Decklacke in Pulverform kommen auch in der Gebäudetechnik, auf Fahrrädern, Hausgeräten oder Möbeln zur Anwendung. Im Automobilbau werden sowohl Innen- wie Außenteile mit funktionalen oder dekorativen Pulverlacken überzogen. Mit Klavierlackbrillanz, makellosem Verlauf und höchster Wetterechtheit punktet Acrylpulverlack. Eine Beschichtung mit dem innovativen „Wöracryl“ etwa erreicht die Qualität eines Pkw-Serienlacks.

Über die Vielfalt entscheiden der Kunde und das Anwendungsgebiet. Erhältlich sind fast alle Farben und Glanzgrade, als Effekt- oder Unilack, glatt oder strukturiert.

Maximaler Korrosions- und Wetterschutz erfordert einen Zweischichtaufbau aus Grundierung und Decklack. Bei der Pulver-auf-Pulver-Beschichtung entfällt das energie- und zeitintensive Zwischenbrennen und Abkühlen der Grundierung. Grundieren, Decklackieren, dann in den Ofen – alles in einem Arbeitsgang. Aufgetragen wird das Pulver per Tribopistole. Darin lädt es sich durch Reibung auf. Mit einer verstellbaren Tribolanze ist die Applikation auch an schwer zugänglichen Stellen übergroßer Werkstücke möglich.

PULVER-IN-PULVER

Zweimal pulvern, einmal einbrennen

Ob im Bergwerk im australischen Outback oder auf verregneten Straßenbaustellen in Deutschland: Der Lack auf den Baumaschinen von Wirtgen muss viel aushalten. Gut die Hälfte seiner Bauteile beschichtet der Hersteller im Pulver-auf-Pulver-Verfahren.

Grundlagen der Pulverlackbeschichtung

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